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X?, Piepmatz 2010, schwarze Klebefolie verteilt auf 28 Fenster, 6 x 4 m + reinraus 2010, Audioinstallation, im Raum, sowie außerhalb, Senatssaal in der HfBK Dresden

Diese Arbeit wurde im Dezember 2010 im Rahmen einer gemeinsamen Studioausstellung im Senatssaal der HfBK Dresden umgesetzt. Die Grundfläche des Raumes ist nahezu quadratisch und die Außenwand beinhaltet eine große Fensterfläche. Auf die Innenseite dieser Fensterfläche wurde matt-schwarze, lichtundurchlässige Klebefolie aufgebracht. Es entstand ein scherenschnittartiges Bild eines Vogels. Auf der gegenüberliegenden Wand wurde mittig in Kopfhöhe ein kleiner Spiegel (30x30cm) befestigt, auf den ebenfalls diese Klebefolie aufgezogen war. Die Klebefolie war hier allerdings teilweise ausgespart, so dass ein verkleinertes Negativ-Abbild des Vogels von der Fensterfläche hier als Spiegelfläche entstand. Positionierte sich der Betrachter im bestimmten Abstand und Winkel vor dem Spiegel, füllte die Spiegelung des Vogels auf der Fensterfläche genau die freigelassene Stelle im Spiegel aus und es entstand eine schwarze Fläche.

An den vier Ecken des Raumes befanden sich vier Lautsprecher. Über diese wurde die Tonaufzeichnung eines schweren pfeifenden Atmens im Dauerloop abgespielt. Dieser Ton war schon im Treppenhaus der HfBK leise hörbar. Zusätzlich war außerhalb des Raumes vor dem Fenster, direkt über dem Haupteingang der HfBK, ein weiterer Lautsprecher angebracht, der den Ton auch auf der Brühlschen Terrasse hörbar machte.

Das von außen gut sichtbare Fensterbild des Vogels konnte die ganze Nacht betrachtet werden, weil auch außerhalb der Öffnungszeiten dauerhaft das Licht im Ausstellungsraum brannte und diesen somit zu einem großen Leuchtkasten werden ließ.

Bis auf die nötige Abspieltechnik für die Toninstallation, dem Fensterbild und dem kleinen Spiegel befand sich nichts weiter im Ausstellungsraum.